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Guitarist on stage

Jessica Soto ist eine kolumbianische Dokumentarfotografin mit Sitz in Hamburg. Ihre Arbeit untersucht die Spannungen zwischen der modernen Säkularisierung und der Sinnsuche neuer Generationen. Als sie in ein Land kam, in dem sich die Kirchen leeren und der Glaube nur noch wie ein Echo vergangener Zeiten wirkt, ging sie davon aus, dass Atheismus unter Jugendlichen die Norm sei. Aus dem Bruch mit dieser Gewissheit entstand ihr visueller Essay Refugio. Mit ihrer Kamera sucht Soto keine inszenierten religiösen Szenen, sondern dokumentiert eine Generation Z, die inmitten des Lärms Kraft aus einer tiefen, inneren Überzeugung schöpft. Ihre Porträts fangen junge Menschen ein, die reflektieren, innehalten und nach einem Anker suchen – und dabei den Glauben in einen kraftvollen Akt der Selbstbehauptung, des Widerstands und des Vertrauens verwandeln.